Wirkstoffklasse PDE-5-Hemmer - Potenzmittel in Medikamentenform

Sämtliche derzeit erhältlichen Medikamente zur Beseitigung der erektilen Dysfunktion entstammen der Wirkstoffklasse der Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE-5-Hemmer). Diese Substanzen hemmen den Abbau bestimmter Enzyme und sorgen letztendlich für eine Erweiterung der Blutgefäße.

Per Zufall zum Potenzmittel

Die Rolle als Wirkstoffe für Potenzmittel erlangten die PDE-5-Hemmer im Grunde nur durch einen Zufall. Bei klinischen Studien der Pharmakonzerns Pfizer für ein Medikament zur Blutdrucksenkung sowie der Behandlung der Angina pectoris stellte man fest, dass als unverhoffter Nebeneffekt die teilnehmenden Probanden von einer erleichterten Erektion berichteten.

Ursache hierfür ist die Blockade eines Enzyms durch die PDE-5-Hemmer, welches für die Kontraktion von Muskelzellen in den Schwellkörperen verantwortlich ist. In der Folge entspannen sich die Muskeln, sodass mehr Blut in die Schwellkörper einfließen kann. Wo sich betroffene Männer mit einer erektilen Disfunktion (Potenzstörung) früher zur sexuellen Stimulation nur durch Spritzen zu helfen wussten, ermöglichen die aktuellen PDE-5-Hemmer in Arzneimittelform nun eine orale Einnahme. PDE-5-Hemmer wirken außerdem nur dann, wenn der Mann auch erregt ist.

Sildenafil, Tadalafil & Vardenafil

Das erste Medikament auf dem Markt im Jahr 1998 unter dem Markennamen Viagra. Der Pharmakonzern Pfizer hatte es geschafft, die Erkenntnisse aus dem oben genannten Medikamententest lange Zeit geheim zu halten und konnte das Medikament mit dem Wirkstoff Sildenafil über mehrere Jahre in einer Monopolstellung verkaufen. Zudem gelang es Pfizer durch die große mediale Aufmerksamkeit, Viagra als Bezeichnung für ein Potenzmittel fest in den Köpfen der Verbraucher zu verankern. Viagra und Potenzmittel werden daher im Sprachgebrauch heute häufig nahezu synonym genutzt.

Erst 2002 folgte Lilly Pharma mit dem Medikament Cialis, welches den Wirkstoff Tadalafil enthält, und 2003 erschein Levitra mit dem Wirkstoff Vardenafil. Für die jeweiligen Wirkstoffe / Arzneimittel haben die Hersteller Patente angemeldet, die sie 20 Jahre lang vor dem Aufkommen von Generika absichern. Die Wirkstoffe sind zwar miteinander verwandt, allerdings gibt es dennoch genügend Unterschiede, dass bei manchen Patienten ein Medikament wirkt, ein anderes jedoch nicht.

Diesen Arzneimitteln mit PDE-5-Hemmern ist gemein, dass sie ausschließlich auf Rezept erhältlich sind.

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Zusammenfassung

Phosphodiesterase-5-Hemmer sind die Grundstoffe aller derzeit erhätltlichen Potenzmittel. Lesen Sie hier, wie Viagra & Co. funktionieren

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